Freiheit...

Veröffentlicht auf von plus.minus.0

Oh, wie schön es sein kann, den Abend ganz nach meinen Vorstellungen zu gestalten...

 

Ohne Stress. Ohne Einschränkungen. Ohne Scheißgelaber.

Mit der feinsten Musik. Gedimmtes Licht. & Wein.

 

...ich hatte fast vergessen, wie gern ich allein bin.

 

& da liegt auch schon mein Problem.

Momentan sind wir zusammen einsamer als allein...

& ich komme selten in den Genuss, allein sein zu können.

& das macht mich langsam unzufrieden.

 

Natürlich habe ich mich mal dafür entschieden.

Aber wenn ich merke, dass es mir nicht gut tut

- uns nicht gut tut -

ist es dann falsch, es zu äußern?

 

Vielleicht besitze ich momentan auch nicht mehr das nötige Feingefühl,

es ihm verständlich zu machen, ohne ein Drama daraus zu machen.

 

Es ist 5 vor 12 ...

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Journey 09/12/2013 08:26

Oh diese Worte...könnten glatt von mir sein!
Ich vermute mal, du wohnst mit jemandem zusammen und hast dir das etwas anders vorgestellt?
Mir geht es gerade auch so. Das Gefühl eines Zuhauses fehlt. Die Fluchtmöglichkeit. Das Gefühl des gewollten (weil stressfreien, sicheren und gewohnten) Alleinseins...
Es klingt hart, es der Zweisamkeit vorzuziehen. Aber das können irgendwie nur jene sagen, die keine solche Vergleichsmöglichkeit kennen.

Schäm dich jedenfalls nicht und gönne dir auch mal etwas Freiheit! Wenn nicht zu Hause, dann woanders. Es ist schwierig, so einen Ort zu finden, aber wichtig, sich nicht von seinem "Gefängnis", den
eigenen vier Wänden, erdrücken zu lassen.
Das braucht man unbedingt als Ausgleich, um die Anspannung des Tages nicht am Mitbewohner auszulassen.

Viel Erfolg!
Journey

plus.minus.0 09/12/2013 18:06



Nun, es ist so ...


ich bin seit mehr als 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Er ist quasi seit dem ersten Tag bei mir (auf 32m² !!) mit eingezogen, da er keine eigene Bude hatte / hat. & nie anstalten
gemacht hat, sich eine zu suchen...


 


Ab & an kann er bei seiner Mutter unterkommen (sie sitzt im Rollstuhl, Alkoholikerin & etwas...speziell, aber sehr lieb), die er auch pflegt, wo er so oder so jeden Tag 1-4 Std ist. Aber
ganz so oft kann er das nicht ertragen & ist dann froh, wenn er bei mir ist & "Feierabend" hat. Kann ich ja auch verstehen...


 


Aber wenn es so weit geht, dass ich mich in meiner Wohnung (er ist hier nicht mal gemeldet...) nicht mehr entfalten kann, dass meine Wohnung kein Rückzugsort mehr für mich ist,
kann ich da irgendwie nur noch bedingt Rücksicht drauf nehmen.


 


Es nagt eh schon an mir. Alles. & wenn ich versuche, ihm das mitzuteilen, kommen Vorwürfe & Sprüche wie "Ja, dann muss ich halt auf der Straße pennen!" ...ist ja nicht so, als würd ich
mich eh schon wie das Arschloch Nr. 1 fühlen, wenn ich ihn "rausschmeiße"...


Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen ratlos ...